24.05.2022 Premiere von „Auflösung“ in Leipzig

"Auflösung" Foto: Klaus Weddig
Foto: Klaus Weddig

Nach coronabedingter Absage im November kommt „Auflösung“ nun glücklicherweise im Mai zur Aufführung. Die Koproduktion mit der Residenz vom Schauspielhaus Leipzig wurde ortsspezifisch entwickelt für die Spinnerei in Leipzig Plagwitz – einst die größte Baumwollspinnerei in Europa.

Premiere am 24. Mai, weitere Aufführungen am 25., 27., 28., und 29. Mai. Mehr Infos zum Stück und Karten hier.

Fäden, Fasern, Fibrillen, Filamente. Spinnen, weben, flechten, verflechten. Netzwerke bilden. Wo sind wir? In der Spinnerei. In einem Geflecht von Beziehungen. Im Gewebe der Organismen. Im Kokon der menschlichen Hybris.
Du bist drinnen. Du bist draußen. Du bist Welt. Du bist Umwelt. Du kannst nicht reingucken. Du kannst nicht rausgucken. Da ist kein außen. Es gibt nur den erweiterten Organismus.
Du bist die Zelle, die Fäden spinnt. Du bist der Faden, der Gewebe bildet. Du bist ein Faden. Die Textur ist dynamisch und braucht Dich nicht.

25.11.2021 Premiere „Auflösung“, Residenz des Schauspiel Leipzig

Am 25. November eröffnen wir unsere Performance-Installation „Auflösung“ in der ehemaligen Baumwollspinnerei Leipzig. Demnächst mehr, hier erst mal der Link auf die Website des Schauspiel Leipzig mit allen Spieldaten (25./26.11., 10./11./12.12.), einem Text zur Produktion und der Möglichkeit des Erwerbs von Tickets.

Eine Koproduktion von doublelucky productions und Residenz Schauspiel Leipzig. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von Neustart Kultur.

11.2021 Neue Arbeit in der Residenz des Schauspiel Leipzig

Im Herbst werden wir in der Residenz vom Schauspiel Leipzig arbeiten, dem wunderbaren Spielort in der ehemals größten Baumwollspinnerei Europas. Unter dem (Arbeits)Titel „Auflösung / Resonanz“ geht es um Auflösung als zentrale Erfahrung des Jahres 2020 – von der Auflösung unseres privaten Sicherheitsgefühls bis zur Auflösung des mechanistischen Weltbilds. Also im Wesentlichen um die Auflösung der Welt, wie wir sie kennen.

Man könnte ein großes dystopisches Drama daraus machen, aber doublelucky productions empfiehlt zuversichtlich Resonanz als Alternative. Wenn alles sich auflöst, sollten wir ausnahmsweise keine Ausnahme bilden und uns auch auflösen. Angefangen mit der eigenen, menschlichen Hybris. Dann Dominanz durch Resonanz ersetzen und in eine wechselseitige Beziehung treten mit allem, was uns umgibt: Tiere, Pflanzen, Pilze, Mikroben, Mineralien, Wetter, Winde, Steine, Silikon und Daten. Wir erweitern unsere Vorstellung vom Lebendigen über das Organische zum Anorganischen bis hin zum Digitalen. Wir vergrößern das Ökosystem horizontal. Wir interagieren mit der Residenz als lebendigem Organismus, begrüßen das Publikum als komplexe Materie und werden euphorisch Teil des verborgenen Stoffwechsels.

Die Premiere der performativen Installation wird am 25. November 2021 stattfinden. An den kommenden Wochenenden werden wir verschiedene Gäste in der Installation begrüßen, die zu ähnlichen Themen arbeiten.

Hier zur Ankündigung des Programms im Spielzeitheft des Schauspiel Leipzig.

 

12.–25.06.2021 „Wachen/Schlafen/Atmen“ im Klub Solitaer, Chemnitz

Im Rahmen des Festivals Träum weiter! vom Klub Solitaer in Chemnitz zeigen doublelucky productions eine Installation im Schaufenster des Kulturraums Lokomov. Am 12. Juni eröffnen wir „Wachen/Schlafen/Atmen“ um 21:30 Uhr mit einer kleinen Performance bei geöffneten Fenstern und schauendem Publikum auf dem Trottoir. (Wir träumen in Sommernächten gern auf französisch.)

12. – 25. Juni 2021
Klub Solitaer, Augustustburger Str. 102, 09126 Chemnitz

 

20.-22.05. 2021 „A scroll through Garden of Tangled Data“ bei der re:publica

„A Scroll through the Garden of Tangled Data“ ist zur re:publica 21 eingeladen. Das freut uns sehr, dass auch die Netzcommunity Interesse an unserem Versuch der Vegetalisierung von Daten hat. Das Thema der Konferenz, die dieses Jahr ausschließlich online stattfindet, lautet „In the Mean Time“ und ist, selbstredend, ein Gruß an Corona. Genau dafür aber ist der Garten gut: aus gemeiner Zeit eine gemeinsame zu machen, beim Lustwandeln im Community Garden, wo Algorithmen für alle und allein für die Schönheit blühen.

#rp21-Off Stage-Programm

07.-14.04.2021 „Atmen“ im CLB Berlin

Alles Leben atmet. Eine Lunge ist dafür nicht nötig. Pflanzen atmen, obwohl sie keine Lunge haben. Daten atmen, obwohl sie keine Lunge haben. Atmen heißt, Materie zirkulieren zu lassen, die Welt ins Innere aufzunehmen und verändert wieder nach Außen abzugeben: sich mit der Welt zu mischen.

Im Schaufenster des CLB am Berliner Moritzplatz zeigen doublelucky productions mit „Atmen“ eine Videoinstallation, die stets neue Bilder von ihrer Umgebung aufnimmt und diese Bilder verändert in die Umgebung zurückgibt. Das Video atmet. Daten, Betrachtende und Umgebung mischen sich. Eine neue Atmosphäre entsteht.

Teil der Installation ist ein Soundtrack, der über einen QR-Code aufs Smartphone geladen werden kann.

07.-17. April 2021, 24h/Tag
Schaufenster
CLB Berlin im Aufbau Haus, Prinzenstr. 84.2, 10969 Berlin

„Atmen“ entstand im Rahmen von #kunstausbruch der Stiftung Kunst und Natur. Dank an das CLB Berlin für die großzügige Unterstützung.

07.–13.04.2021 #kunstausbruch

Auf Einladung der Stiftung Kunst und Natur beteiligen sich doublelucky productions an der Aktion #kunstausbruch, die im April deutschlandweit Kunst im öffentlichen Raum zeigt.

Ostern wird kreiert, nächste Woche präsentiert. Bild, Text, Sound. Im Schaufenster der Galerie CLB am Moritzplatz in Berlin. An der Bushaltstelle vor dem Kreisverkehr. Weitere Infos folgen.

An #kunstausbruch beteiligte Künstler*innen: Dalibor Markovic (Frankfurt/Main), Katharina Bach (deutschlandweit), Marina Rodriguez (Berlin), Jan Wagner (Brandenburg), Studierende der Theaterakademie August Everding (München), Sophia Schama (Berlin), Marie Donike & Johannes Specks (Köln), Eveline Petersen-Gröger (Hamburg), Anne Schülke und Detlef Klepsch (Düsseldorf), Robert Weissenbacher (München), Aian Keser (Hamburg), Rainer von Vielen (Allgäu), LBT (München), Jelena Kuljic (Berlin/München), Julian Warner alias Fehler Kuti (München), Peter Schwalm (Frankfurt am Main), Christian Felix Benning (München), Tanja Kodlin (Köln), Betty Mü und Tanja Hirschfeld (München), doublelucky productions (Berlin), Mareike Steffens (Kassel), Antje Blumenstein (Berlin)