The Hairs Of Your Head Are Numbered

Der menschliche Körper begegnet uns zunehmend als Datenkörper. Bewegungen, Emotionen und Zustände werden vermessen, quantifiziert und in Daten verwandelt. Gleichzeitig sind quantifizierte Daten der Spiegel, in dem wir unsere Körper sehen.
doublelucky productions, The Hairs Of Your Head Are Numbered
The Hairs Of Your Head Are Numbered. Foto Rolf Arnold

Während eine wachsende Anzahl von Menschen Vergnügen daran hat, mittels Life Tracking den eigenen Körper auf Schritt und Tritt zu überwachen, zu analysieren und in soziale Netzwerke zu kommunizieren, lässt eine  Avantgarde sich zur eigenen Optimierung Chips unter die Haut pflanzen. War der Mensch bis vor Kurzem die analoge Lücke in der digitalen Welt, schließt sich diese Lücke mit unserer tatkräftigen Hilfe zusehends. Unsere Körper werden zunehmend zu Fremdkörpern. Und sind doch das Einzige, was wir haben.

The Hairs Of Your Head Are Numbered macht Körper zum Schauplatz: Mittels komplexer Technologien, für die Theatersituation umprogrammiert, werden die Bedürfnisse und Defizite des Körpers in der digitalen Verstärkung spürbar. Gleichzeitig zielt die Arbeit darauf ab, das Manipulationspotential dieser Technologien aufzuzeigen und die Auswirkung, die sie auf unser Körperbild haben.

Konzept, Regie, Text Chris Kondek, Christiane Kühl Bühne und Kostüm Doris Dziersk Komposition und Musik Hannes Strobl Interaction Design Anna O. Video Phillip Hohenwarter, Ruth Stofer Electronics Engineering Grzegorz Zając Data Visualization Kim Albrecht Dramaturgische Mitarbeit Maria Rößler Licht und technische Leitung Marc Zeuske Regieassistenz Clara Romstedt Assistenz Bühne und Kostüm Sarai Feuerherdt Performance Joséphine Evrard, Chris Kondek, Christiane Kühl, Anna O. Produktionsleitung Katja Kettner 
Dank an Maximilian Gotzler/Flowgrade, Prof. Dr. Steffen Mau, Stephan Tuchscherer a.k.a. Graf Natural

Eine Produktion von doublelucky productions in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Münchner Kammerspiele, Ringlokschuppen Ruhr, Schauspiel Leipzig. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin.

Premiere am 18. Januar 2018 im HAU2 Hebbel am Ufer Berlin. Leipzig-Premiere am 28. Januar 2018 in der Residenz vom Schauspiel Leipzig. Weitere Aufführungen: 1. September 2018 Ringlokschuppen Ruhr